Höhere Blutwerte der Omega-3-Fettsäuren sind mit einer besseren Aussicht auf die Gesundheit im Alter verbunden. Das zeigen die Ergebnisse einer US-amerikanischen Bevölkerungsstudie.

 

Höhere Blutwerte der Omega-3-Fettsäuren sind mit einer besseren Aussicht auf die Gesundheit im Alter verbunden. Das zeigen die Ergebnisse einer US-amerikanischen Bevölkerungsstudie.

 

Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Lebensalter, dieser Trend hält weltweit an. Gesundheit ist in jedem Alter ein hohes Gut, jedoch im Alter mit körperlicher und mentaler Gesundheit besonders wichtig. Forscher suchen deshalb nach Möglichkeiten, die Gesundheit im Alter zu stärken. Dabei spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Das gilt nicht nur für die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, sondern zunehmend auch für andere Mikro-Nährstoffe. Vor allem für die Omega-3-Fettsäuren aus Fischölen gibt es viele positive Nachweise für gesundheitliche Wirkungen, jedoch sind die Ergebnisse bisher nicht immer einheitlich. In einer Studie prüfte daher eine Gruppe US-amerikanischer Forscher die Beziehung zwischen zirkulierenden Blutwerten der Omega-3-Fettsäuren und der Gesundheit im Alter. 2.622 ältere Menschen nahmen an einer Studie zur kardiovaskulären Gesundheit von 1992 bis 2015 teil. Zu Beginn waren die Teilnehmer im Durchschnitt bereits 74 Jahre alt.

 

Bei allen wurden anfangs sowie nach sechs und dreizehn Jahren die Omega-3-Fettsäuren im Blut gemessen, die vor allem aus Fischölen von fettreichen Fischen aufgenommen werden. Die Werte wurden separat für die Eicosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA) und Docosapentaensäure (DPA) bestimmt. Einbezogen wurde außerdem die Alpha-Linolensäure, die vorwiegend aus pflanzlichen Lebensmitteln zugeführt wird, vor allem aus Nüssen, Samen und grünblättrigem Gemüse. Aufgrund der Ergebnisse wurden die Teilnehmer in fünf Gruppen eingeteilt, von den geringsten Werten an Omega-3-Fettsäuren bis zur höchsten Versorgung.

 

Im Lauf der langen Studienzeit wurde die Gesundheit der Teilnehmer weiter beobachtet. Eine gute Gesundheit wurde so definiert: keine chronischen Krankheiten, z.B. weder Herz-Kreislauf-Krankheiten noch Krebs, Lungenkrankheiten oder schwerere chronische Nierenkrankheiten. Außerdem litten die Teilnehmer nicht unter körperlichen oder geistigen Einschränkungen. 89 % der Teilnehmer erkrankten im Lauf der langjährigen Studie, immerhin 11 % blieben auch in hohem Alter gesund. Bei der besten Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sank das Krankheits-Risiko um 18 % im Vergleich zur Gruppe mit den niedrigsten Werten. Bei der besten Versorgung mit EPA hatten die Teilnehmer ein um 24 % geringeres Risiko, dass sich ihre Gesundheit verschlechterte im Vergleich zur Gruppe mit den geringsten Werten. Ähnliche Werte wurden bei einer guten DPA-Versorgung erreicht, bei höchsten Werten wurde die Gesundheit im Alter um 18 bis zu 21 % weniger beeinträchtigt. Dagegen wirkten sich die Werte der DHA und der Alpha-Linolensäure nicht signifikant auf die Gesundheit im Alter aus.

 

Die Forscher ziehen das Fazit, dass eine gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren die Gesundheit im Alter fördern kann. Sie führen diese Wirkungen vorwiegend auf die Fähigkeit der Omega-3-Fettsäuren zurück, den Blutdruck zu verringern sowie die Herzrate und Entzündungen zu beeinflussen. Weitere Forschungen sollten diese Beziehungen zur Gesundheit im Alter näher klären. Empfehlenswert für ältere Menschen ist ein erhöhter Fischverzehr bzw. die erhöhte Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren.

 

Unser Tipp: Omega-3-Fettsäuren stehen zur Ergänzung in verschiedenen Formen und Dosierungen zur Verfügung. Auf eine gute Qualität und Stabilität der Präparate sollte dabei immer geachtet werden.

 

Quelle:
Heidi T.M. Lai et al., Serial circulating omega-3 polyunsaturated fatty acids and healthy aging among older adults in the Cardiovascular Health Study: prospective cohort study. In: British Medical Journal, Online-Veröffentlichung vom 17.10.2018, doi: 10.1136/bmj.k4067.