Zink gehört zu den essentiellen Spurenelementen und ist für die Gesundheit unverzichtbar. Weniger bekannt ist, dass es auch für die Mundgesundheit, für gesunde Zähne und das Zahnfleisch, eine wichtige Rolle spielt.

 

Zink gehört zu den essentiellen Spurenelementen und ist für die Gesundheit unverzichtbar. Weniger bekannt ist, dass es auch für die Mundgesundheit, für gesunde Zähne und das Zahnfleisch, eine wichtige Rolle spielt.

 

Im menschlichen Körper sind etwa 60 % des Zinks in den Muskeln und 30 % in den Knochen vorhanden. In der Mundhöhle findet sich Zink im Speichel, im Zahnbelag (Plaque) und im Hydroxylapatit des Zahnschmelzes. Es trägt zur Bildung gesunder Zähne bei und wird wegen seiner wichtigen Rolle bei der Prävention von Zahnbelägen und Zahnstein in Mundspülungen und Zahnpasten verwendet. Da Zink auch für die Immunität und Knochenentwicklung wichtig ist, wurde es als Bestandteil in dentalen und kieferorthopädischen Materialien einbezogen. Studien zeigten z.B., dass Zinkionen die Demineralisierung im Zahnschmelz verringern können. Zink ist in der Oberfläche des Zahnschmelzes konzentrierter, sie ist daher härter als der Untergrund und widerstandsfähiger gegen Karies. Zahnpasten, die sowohl Fluorid als auch Zink enthalten, konnten die Demineralisierung wirksamer hemmen und die Remineralisierung besser fördern, als solche, die nur Fluorid enthalten.

 

Salze wie Zinkoxid, -chlorid, -citrat, -lactat und -sulfat werden in Zahnpasten und Mundspülungen auch verwendet, um die Plaquebildung zu kontrollieren und die Bildung von Zahnstein zu senken. Zinksalze hemmen außerdem die Bildung flüchtiger Schwefelverbindungen und tragen so zu verringertem Mundgeruch bei. Auch die Ergänzungen von Zink können zur Kariesprävention beitragen. Sie konnten z.B. in einer Studie an Schulkindern im Lauf von zehn Wochen den Plaque-Index verbessern. Erhöhte Zinkkonzentrationen können das Bakterienwachstum hemmen, indem sie die Säureproduktion im Zahnbelag und seine Bildung verringern, was die Entstehung von Karies senken kann. Mit seiner lokalen und immunologischen Wirkung auf die Weichgewebe im Mund ist Zink auch für die Erhaltung der parodontalen Gesundheit wichtig.

 

Nicht immer wird Zink in ausreichenden Mengen aus der Nahrung aufgenommen. Zink kann im Körper nicht längerfristig gespeichert werden und muss deshalb regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden. Für Erwachsene empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bei Männern 11 bis 16 mg Zink täglich, für Frauen sind 7 bis 10 mg angesetzt. Der Bedarf hängt davon ab, wieviel Phytat bzw. Fasern mit der Nahrung aufgenommen wird, die vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind und die Absorption von Zink verringern können.

 

Der Zinkgehalt in Lebensmitteln hängt von den Vorkommen im Boden ab. Fleisch, z.B. Lamm, Leber, Rind und Huhn, ist eine gute Zinkquelle, gleiches gilt für Vollkornprodukte wie schwarzer Reis, Brot und Nudeln. Obst und Gemüse sind meist geringere Zinkquellen. Vor allem tragen Soja, Pilze, Sellerie und Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen), Nüsse, Granatäpfel, Beeren und Avocados zur Versorgung bei. Studien zeigten, dass der Zinkmangel häufiger auftritt, z.B. durch ungenügende Aufnahme aus der Nahrung, schlechte Absorption oder erhöhte Verluste. Bei einer unzureichenden Versorgung und bei einem Mehrbedarf kann die Ergänzung von Zink sinnvoll sein.

 

Die Forscher ziehen das Fazit: Viele Studien weisen darauf hin, dass Zink ein essentielles Spurenelement für die Erhaltung der Mundgesundheit ist. Neben seiner präventiven Wirkung in Dentalprodukten, Mundspülungen und Zahnpasta ist Zink auch wirksam bei Erkrankungen der Mundschleimhaut, vor allem bei der Vorbeugung und Therapie von Parodontalerkrankungen und Zahnkaries. Eine gesunde Ernährung, die reich an Zink und anderen Mikronährstoffen ist, ist daher für die Optimierung einer guten Mundgesundheit unerlässlich. Ergänzungen von Zink können bei Zinkmangel und bei einem Mehrbedarf die Versorgung verbessern. Einen Mehrbedarf haben z.B. häufiger schwangere und stillende Frauen, Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen. Bei Zinkergänzungen sollten möglichst gut verwertbare Zinkformen bevorzugt werden. Darauf geachtet werden sollte auch, dass eisenhaltige Präparate die Absorption von Zink beeinträchtigen können, sie sollten daher nicht gleichzeitig mit Zink eingenommen werden.

 

Unser Tipp: Ein ausgewogenes Verhältnis von Vitaminen und Mineralstoffen, einschließlich von Zink ist für die allgemeine Gesundheit und speziell für die Mundgesundheit sehr wichtig. Zink kann als Ergänzung sowohl einzeln als auch in verschiedenen Kombinationen aufgenommen werden. Dabei sollte auf besonders gut bioverfügbare Formen, z.B. Zinkcitrat oder -glukonat etc., geachtet werden.

 

Quelle:
Anne Marie Uwitonze et al., Zinc Adequacy Is Essential for the Maintenance of Optimal Oral Health. In: Nutrients, online 30.3.2020, doi: 10.3390/nu12040949.