Antioxidantien fördern die Krebsvorbeugung im Verdauungstrakt

 

Die Vitamine C und E sind ebenso wie Selen starke Antioxidantien, die zur Krebsvorbeugung beitragen können. Erstmals wurde jetzt in einer größeren Studie das Potential dieser Mikro-Nährstoffe in Bezug auf die Krebsprävention im Verdauungssystem untersucht.

 

Es gibt aus der experimentellen Forschung einige Hinweise, dass Antioxidantien einen guten gesundheitlichen Einfluss auf die Vorbeugung von Krebskrankheiten im gesamten Verdauungssystem haben. Das beginnt in der Mundhöhle und reicht über den Magen bis in den Darm hinein. Antioxidantien tragen dazu bei, schädliche Folgen der Oxidation im Körper zu verringern. Das kann zum Schutz vor Krebskrankheiten beitragen. Allerdings waren humane Studie über die Beziehungen von Antioxidantien und Krebskrankheiten im Verdauungssystem bisher in ihren Ergebnissen nicht einheitlich, und nur wenige haben auch die Aufnahmen von Antioxidantien aus Nahrungsergänzungen erfasst. Eine Gruppe französischer Forscher untersuchte daher im Rahmen der großen Bevölkerungsstudie NutriNet-Santé, die von 2009 bis 2016 durchgeführt wurde, die Beziehungen zwischen der Aufnahme einiger Antioxidantien aus der Nahrung und aus Nahrungsergänzungen zu den Vorkommen von Krebskrankheiten im Verdauungssystem.

 

An der Studie nahmen insgesamt rund 39.000 Personen im mittleren Alter teil. Informationen zu ihrer Ernährung wurden durch wiederholte Befragungen zur täglichen Ernährung gesammelt. Dabei wurden auch die Einnahmen von Nahrungsergänzungen im Lauf eines Jahres aus den verschiedensten Präparaten ermittelt. Antioxidantien sind ein häufiger Bestandteil von Nahrungsergänzungen, da viele Vitamine, Mineral- und Pflanzenstoffe antioxidativ wirken können. Die Forscher konzentrierten sich in ihren Untersuchungen besonders auf die Aufnahmen der Vitamine C und E sowie auf Beta-Carotin und Selen.

 

Im Lauf der Studienzeit wurden in dieser großen Teilnehmergruppe 167 Krebskrankheiten im Verdauungssystem diagnostiziert. 120 waren im Darm, 26 im Pankreas, 9 in der Speiseröhre, 7 im Magen und 4 in der Leber lokalisiert. Bei einer guten Versorgung mit Vitamin C aus der Nahrung allein und aus Nahrungsergänzungen stellten die Forscher ein geringeres Risiko für Krebs im Verdauungssystem fest. Gleiches galt für die Aufnahmen aus der Nahrung und Nahrungsergänzungen von Vitamin E und Selen. Allerdings wurden bei Selen Interaktionen mit einem erhöhter Alkoholkonsum beobachtet, und auf Vitamin E nahmen die Rauchgewohnheiten einen Einfluss. Die Forscher schließen aus diesen Ergebnissen, dass die Vitamine C und E sowie Selen vermutlich zum Schutz vor Krebskrankheiten im Verdauungssystem beitragen. Dabei können Alkohol und das Rauchen jedoch das krebsschützende Potential dieser Antioxidantien zum Teil verringern.

 

Unser Tipp: Die Vitamine C und E sind ebenso wie Selen häufig in vielen Nahrungsergänzungen enthalten. Sie werden einzeln oder vielfältig kombiniert angeboten. Für die gute Aufnahme im Körper sind besonders gut bioverfügbare Verbindungen empfehlenswert.

 

Quelle: Manon Egnell et al., Antioxidant intake from diet and supplements and risk of digestive cancers in middle-aged adults: results from the prospective NutriNet-Santé cohort. In: British Journal of Nutrition Vol. 118, Nr. 7, 2017, S. 541-549, doi: 10.1017/S0007114517002392.


Omega-3-Fettsäuren verbessern die Darmflora

 

Bei einer guten Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren reichern sich im Darm vermehrt gesunde Bakterien mit einer Vielfalt der Arten an. Das ist offenbar unabhängig von der Aufnahme von Ballaststoffen und Probiotika.

 

Die gesunden Omega-3-Fettsäuren könnten ihre Wirkungen zum Teil auch dadurch entfalten, dass sie die Zusammensetzung der Bakterien im Darm beeinflussen. Dies könnte viele gesundheitliche Vorteile haben, dazu gehören ein geringeres Risiko für Diabetes, Übergewicht und entzündliche Darmkrankheiten (Colitis, Morbus Crohn). Eine Gruppe englischer Forscher untersuchte daher in einer Studie die Vorkommen von Darmbakterien in einer großen Gruppe von Frauen im mittleren bis höheren Alter. Geprüft wurde ihre Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren in Bezug auf die Zusammensetzung der Darmbakterien.

 

An der Studie nahmen 876 Frauen teil. Mit Hilfe von Ernährungsbefragungen ermittelten die Forscher die Aufnahmen von Omega-3-Fettsäuren, und sie untersuchten auch die Omega-3-Konzentrationen im Blutserum. Diese Werte setzten sie dann in Beziehung zu den Bakterienarten im Darm (untersucht mit Gen-Sequenzierung). Sowohl die Gesamtwerte der Omega-3-Fettsäuren als auch speziell die Werte der DHA (Docosahexaensäure) waren im Darm signifikant mit der Vielfalt an gesunden Bakterien verbunden. Frauen mit höheren Aufnahmen von Omega-3-Fettsäuren sowie einem besseren Omega-3-Index, d.h. dem Verhältnis der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA zu den gesamten Fettsäuren im Blut, hatten auch ein breiteres Spektrum an nützlichen Darmbakterien. Das galt im übrigen unabhängig von anderen Einflussfaktoren, sowohl von der Aufnahme von Ballaststoffen als auch von Probiotika.

 

Die Forscher fanden besonders starke Verbindungen der DHA zu bestimmten Bakterienarten, z.B. aus der Familie der Lachnospiraceae. Diese wurden u.a. mit geringeren Entzündungen und einem geringeren Risiko für Übergewicht verbunden. Nach weiteren Untersuchungen fanden die Forscher eine Verbindung von Omega-3-Fettsäuren zu N-Carbamylglutamat (NCG) im Darm. Von NCG weiß man bereits aus Tierstudien, dass es den oxidativen Stress im Darm verringern kann. Die Forscher vermuten, dass einige der guten Wirkungen der Omega-3-Fettsäuren im Darm darauf basieren, dass sie die Bakterien anregen, diese Substanz zu bilden.

 

Für die Forscher ist damit geklärt, dass die Omega-3-Fettsäuren mit der Zusammensetzung der Darmbakterien in Beziehung stehen. Damit zeichnet sich ein möglicher weiterer Nutzen von Omega-3-Fettsäuren ab. Sie könnten auch dazu beitragen, die Darmgesundheit zu verbessern und die Vielfalt der gesunden Darmbakterien erhöhen.

 

Unser Tipp: Bei Omega-3-Fettsäuren ist die Qualität sehr wichtig. Dadurch wird z.B. ein unangenehmer Geschmack oder das Aufstoßen vermieden.

 

Quelle: 
Cristina Menni et al., Omega-3 fatty acids correlate with gut microbiome diversity and production of N-carbamylglutamate in middle aged and elderly women. In: Scientific Reports, Online-Veröffentlichung vom 11.9.2017, doi: 10.1038/s41598-017-10382-2.


Jodmangel kann die Fruchtbarkeit von Frauen verringern

 

Frauen im gebärfähigen Alter sind oft nicht genügend mit Jod versorgt. Das kann möglicherweise die Fähigkeit, schwanger zu werden, beeinflussen, wie eine neue Studie zeigt.

 

Eine unzureichende Versorgung mit Jod kommt in den USA und in Europa relativ häufig vor. Bei Frauen kann eine zu geringe Jodaufnahme nicht nur die Funktionen der Schilddrüse beeinträchtigen, sondern auch zu Zyklusstörungen und möglicherweise zu einer geringeren Fertilität beitragen. In einer Studie prüften US-amerikanische Forscher, ob Joddefizite mit einer geringeren Fruchtbarkeit bei Frauen verbunden sind. An der Bevölkerungsstudie LIFE (Longitudinal Investigation of Fertility and the Environment), bei der die Beziehungen zwischen Fertilität, Lebensstil und Einflüssen aus der Umgebung untersucht wurden, nahmen 501 Frauen von 2005 bis 2009 teil. Alle hatten den Kinderwunsch und daher ihre Verhütung wenigstens zwei Monate vor dem Studienbeginn eingestellt.

 

In Interviews berichteten die Frauen über mögliche Risikofaktoren für die Unfruchtbarkeit und führten dann ein Tagebuch mit dafür relevanten Informationen. Sie testeten weiter jeweils zum Zeitpunkt einer erwarteten Menstruation, ob sie schwanger waren. In Urinproben wurde ihre Versorgung mit Jod bestimmt, Werte unter 50 mcg/g Jod wurden als eine mäßige bis ernste Defizienz gewertet. Rund 44 % der Frauen waren mit Jod unterversorgt, die Defizite wurden entweder als leicht (21,8 %), mäßig (20,8 %) bis hin zu stark (1,7 %) eingestuft. Diese Werte spiegeln, wie die Forscher angeben, auch die Joddefizite in der allgemeine Bevölkerung wider. Sie nennen einige Gründe, warum sich die Jodzufuhr verringern kann. Viele Menschen bevorzugen heute Meersalz anstelle von jodiertem Speisesalz, was die Aufnahme verringern kann. Jod ist vor allem in Fleisch und Meeresfrüchten enthalten. Auch Vegetarier und Veganer können daher mit Jod unterversorgt sein, es sei denn, sie essen häufiger Algen, die eine gute Jodquelle sind.

 

Bei Frauen mit einem mäßigen bis ernsten Jodmangel sank die Chance, schwanger zu werden bei jedem Menstruationszyklus im Vergleich zu den Frauen, die ausreichend mit Jod versorgt waren. Durch den Jodmangel war die Fertilität der Frauen um 46 % verringert. Die Auswertungen zeigten auch, dass Frauen, die schwanger werden wollen, oftmals mehr Jod benötigen. Bekannt ist bereits, dass der Jodbedarf während der Schwangerschaft ansteigt. Der Fötus braucht z.B. dieses Spurenelement, um die Schilddrüsenhormone zu bilden und die gesunde Hirnentwicklung zu fördern. Schwangeren Frauen werden daher in Deutschland tägliche Aufnahmen von 230 mcg Jod empfohlen, für stillende Frauen sind mit 260 mcg noch etwas höhere Werte angesetzt. Die Forscher empfehlen nun auch Frauen, die schwanger werden wollen, den Jodstatus zu prüfen. Werden Defizite festgestellt, so kann dies mit Jodergänzungen auf einfache Weise ausgeglichen werden, und damit verbessern sich die Bedingungen für eine Schwangerschaft.

 

Unser Tipp: Jod wird zur Nahrungsergänzung u.a. in flüssiger Form als Kaliumjodid angeboten, das sehr gut aufnehmbar ist. Aus pflanzlichen Quellen, gewonnen aus Algen, wird Jod auch in einigen Multipräparaten eingesetzt.

 

Quelle:
J. L. Mills et al., Delayed conception in women with low-urinary iodine concentrations: a population-based prospective cohort study. In: Human Reproduction, Online-Veröffentlichung vom 11.1.2018, doi: 10.1093/humrep/dex379.


Eine gute Versorgung mit Magnesium konnte bei älteren Männern, die durch Knie-Arthrose ein erhöhtes Risiko für die Gebrechlichkeit hatten, diesen Prozess deutlich verringern.

 

Eine gute Versorgung mit Magnesium konnte bei älteren Männern, die durch Knie-Arthrose ein erhöhtes Risiko für die Gebrechlichkeit hatten, diesen Prozess deutlich verringern.

 

Mit zunehmendem Alter steigt auch die Gebrechlichkeit an, von der rund 10 % der älteren Menschen betroffen sind. Sie ist mit einem höheren Risiko für Knochenbrüche und andere Krankheiten verbunden. Dazu tragen eine Reihe von Faktoren bei, zu denen auch die gute Versorgung mit Mikro-Nährstoffen gehört. Gebrechliche, ältere Menschen sind öfter mit Vitaminen und Mineralstoffen geringer versorgt, häufig fehlt es auch an der ausreichenden Aufnahme von Magnesium. Dieser Mineralstoff ist vor allem in grünblättrigen Gemüsen sowie in Nüssen, Samen und Vollkornprodukten enthalten, die jedoch viele Menschen nicht oder nur wenig aufnehmen. Magnesium ist für die Muskelfunktionen, die Muskelkontraktion und -entspannung sehr wichtig, und es ist auch für den Energie-Stoffwechsel essentiell. Eine zu geringe Versorgung scheint mit signifikant schwächeren Muskelfunktionen verbunden zu sein.

 

Dazu können beispielsweise ein erhöhter oxidativer Stress, Entzündungen und die Insulin-Resistenz beitragen. Bisher gibt es nur wenige Untersuchungen über die Beziehungen von Magnesium zur Gebrechlichkeit. Ein Forscherteam aus Italien, Großbritannien und Australien untersuchte daher in einer Studie, ob eine höhere Magnesium-Aufnahme aus der Nahrung mit einem geringeren Risiko der Gebrechlichkeit verbunden ist.

 

Einbezogen waren 4.421 US-Amerikaner mit Knie-Arthrose oder mit einem erhöhten Arthrose-Risiko. Sie waren im Durchschnitt 61 Jahre alt (58 % Frauen, 42 % Männer) und litten noch nicht unter Gebrechlichkeit. Bei allen Teilnehmern wurden die Magnesium-Aufnahmen aus der Ernährung bestimmt. Je nach Versorgungsgrad wurden sie zwei Gruppen mit entweder zu geringer oder mit empfohlener bzw. höherer Magnesium-Aufnahme zugeordnet. Alle Teilnehmer wurden im Lauf von acht Jahren weiter beobachtet. Dabei wurde verzeichnet, ob und wann bei ihnen Zeichen der Gebrechlichkeit auftraten. Sie war u.a. durch den Knochenbruch-Index, einen Aufstehtest von einem Stuhl und ein länger anhaltendes Gefühl der Energielosigkeit bestimmt. 362 Teilnehmer wurden im Lauf der Studie als gebrechlich eingestuft. Bei der Auswertung zeigte sich, dass Männer, die zu Beginn der Studie Magnesium wenigstens im Bereich der täglichen Empfehlungen der USA (420 mg) aufnahmen, ihr Risiko für die Gebrechlichkeit nahezu halbieren konnten.

 

Jeweils 100 mg mehr Magnesium aus der Nahrung korrespondierte mit einer Senkung von 22 % bei der Gebrechlichkeit von Männern. Bei den Frauen zeigte sich dagegen keine so deutliche Beziehung. Teilnehmer, die mehr Magnesium aufnahmen, waren allgemein körperlich aktiver, dies spielte zusammen mit der recht guten Magnesium-Versorgung vermutlich auch eine Rolle bei der geringeren Neigung zur Gebrechlichkeit. In weiteren Studien soll nun untersucht werden, ob Magnesium-Ergänzungen dazu beitragen können, die Gebrechlichkeit älterer Menschen zu verringern. Grundsätzlich weisen die Forscher noch darauf hin, dass die geringe Versorgung mit Magnesium auf einfache Weise zu vermeiden ist, mit einer geeigneten Nahrungsauswahl oder auch unterstützt durch Nahrungsergänzungen.

 

Unser Tipp: Magnesium ist in Multi-Formeln, in Kombination mit anderen Mineralstoffen und einzeln als Nahrungsergänzung in verschiedenen Verbindungen im Angebot. Besonders gut bioverfügbar sind z.B. die Verbindungen mit Bisglycinat, Citrat, Glukonat und Malat.

 

Quelle:
Nicola Veronese et al., Dietary Magnesium and Incident Frailty in Older People at Risk for Knee Osteoarthritis: An Eight-Year Longitudinal Study. In: Nutrients, Online-Veröffentlichung vom 16.11.2017, doi: 10.3390/nu9111253.


Lutein und Zeaxanthin stärken kognitive Funktionen junger Erwachsener

 

Die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin konnten bereits die kognitiven Funktionen von älteren Menschen verbessern. Jetzt zeigt eine neue Studie, dass auch jüngere Erwachsene mit den beiden Carotinoiden ihre kognitiven Leistungen verbessern können.

 

Die Ernährung wirkt auf nahezu alle Aspekte der Gehirnfunktionen ein. Dabei spielen Lipide und die stark sauerstoffreiche Struktur des Gehirns eine wichtige Rolle, da es anfälliger für entzündlichen Stress ist. Die Nahrung kann sich je nach ihrer Zusammensetzung besser oder schlechter auf den oxidativen, entzündlichen Zustand des Gehirns und seine Funktionen auswirken. Dazu gehören auch die Abläufe des zellulären Stoffwechsels und die Funktionen der Mitochondrien (die „Kraftwerke“ der Zellen). Das Gehirn benötigt beispielsweise besonders die Vitamine B6, B12 und Folat. Weniger bekannt ist, dass auch eine Reihe von pflanzlichen Nährstoffen auf das Gehirn einwirken. Dazu gehören die beiden Carotinoide Lutein und Zeaxanthin (aus der Gruppe der Xanthophylle), die in den neuronalen Geweben konzentriert vorhanden sind.

 

Sie siedeln sich besonders stark in der zentralen Retina (Netzhaut) und in der Makula an, das ist in der Retina die Stelle des schärfsten Sehens. Die Ergebnisse aus einigen früheren Studien deuten darauf hin, dass von einer besseren Versorgung mit Lutein und Zeaxanthin nicht nur die Sehfunktionen profitieren, sondern sich bei älteren Erwachsenen auch die kognitiven Funktionen verbessern können. Ähnliche Untersuchungen bei jüngeren Erwachsenen gibt es bisher nur sehr wenige. Daher prüfte eine Gruppe von US-amerikanischen Forschern nun die Wirkungen der beiden Carotinoide auf die kognitiven Funktionen bei jüngeren College-Studenten.

 

51 junge Erwachsene im Alter von 18 bis zu 30 Jahren nahmen an der (randomisierten, Placebo-kontrollierten) Studie teil. 37 Teilnehmer erhielten ab Ende 2013 ein Jahr lang täglich eine Ergänzung mit 10 mg Lutein und 2 mg Zeaxanthin. 19 Teilnehmer nahmen zur Kontrolle nur ein Placebo ein. Alle vier Monate wurde die Versorgung mit Lutein und Zeaxanthin gemessen, dazu diente die Bestimmung von MOPD (optische Dichte des Makula-Pigments), dieser Wert ist sowohl mit den visuellen als auch mit den kognitiven Funktionen verbunden. Bei allen Teilnehmern wurden die kognitiven Leistungen mit einer Reihe von Tests geprüft. Mit der täglichen Ergänzung von Lutein und Zeaxanthin stiegen bei den Teilnehmern im Lauf des Jahres die MOPD-Werte im Vergleich zum Placebo signifikant an. Mit den beiden Carotinoiden erzielten die Teilnehmer außerdem bessere Werte in den kognitiven Leistungen. Das galt z.B. bei Aufgaben zum räumlichen Gedächtnis, beim logischen Denken und bei Tests, die eine komplexe Aufmerksamkeit benötigten.

 

Unser Tipp: Lutein wird zum Teil einzeln, oft aber in der Kombination mit Zeaxanthin und anderen Carotinoiden angeboten. Auf eine gute Qualität, z.B. in der Bioverfügbarkeit, sollte geachtet werden.

 

Quelle:
Lisa M. Renzi-Hammond et al., Effects of a Lutein and Zeaxanthin Intervention on Cognitive Function: A Randomised, Double-Masked, Placebo-Controlled Trial of Younger Healthy Adults. In: Nutrients, Online-Veröffentlichung vom 14.11.2017, doi: 10.3390/nu9111246.


Gesunde Fettsäuren senken Allergien bei Jugendlichen

 

Sind Kinder im Alter von 8 Jahren mit den gesunden, mehrfach ungesättigten Omega-3- und -6-Fettsäuren gut versorgt, sinkt einige Jahre später ihr Risiko für die Entwicklung von Asthma oder Heuschnupfen.

 

Allergische Krankheiten wie Asthma oder Rhinitis (Heuschnupfen) sind heute weltweit verbreitet, und sie beginnen oft schon in der Kindheit. Dabei wird das Krankheitsrisiko sowohl von vererbten Faktoren als auch von der Umgebung beeinflusst. Es gibt aus früheren Studien Hinweise, dass die langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3 und -6) das Risiko für allergische Krankheiten beeinflussen können, jedoch sind die Ergebnisse dazu bisher nicht einheitlich. Diese Fettsäuren sind für den Körper essentiell, sie können nicht selbst gebildet und müssen daher aus der Nahrung aufgenommen werden. Gute Quellen für die Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure), DHA (Docosahexaensäure) und DPA (Docosapentaensäure) sind Fischöle, für pflanzliche Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind es vor allem Nüsse und verschiedene Pflanzenöle.

 

In einer neuen und bisher größten Studie hat das Institut für Umweltmedizin vom schwedischen Karolinska Institut die Beziehung der mehrfach ungesättigten Fettsäuren zur Entwicklung von Allergien bei Kindern und Jugendlichen nun näher untersucht. An der Studie nahmen zu Beginn 940 Kinder aus der schwedischen Bevölkerungsstudie (BAMSE) im Alter von acht Jahren teil. Bei allen Kindern wurden in Blutproben der Gehalt bzw. das Verhältnis von Omega-3- (EPA, DHA, DPA, Alpha-Linolensäure) und Omega-6-Fettsäuren (Linol-, Arachidonsäure) untersucht. Die Kinder wurden außerdem zu allergischen Symptomen befragt, und es wurden Allergietests (IgE-Messungen) durchgeführt. Im Alter von 16 Jahren wurde bei den nun jugendlichen Teilnehmern die Neigung zu allergischen Krankheiten, Asthma und Rhinitis etc., erneut geprüft.

 

Kinder, die im Alter von acht Jahren höhere Werte bei den langkettigen Omega-3-Fettsäuren erreicht hatten, waren im Alter von 16 Jahren deutlich weniger anfällig für die Entwicklung von Asthma oder allergischer Rhinitis. Hatten sie mit acht Jahren höhere Werte der Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure, so war dies ebenfalls mit einem geringeren allergischen Risiko im Alter von 16 Jahren verbunden. Kinder, bei denen mit acht Jahren bereits Asthma oder eine allergische Rhinitis entwickelt waren, hatten bei einer guten Versorgung mit der Arachidonsäure eine gute Chance, mit 16 Jahren frei von allergischen Symptomen zu sein.

 

Die Forscher ziehen das Fazit, dass ein besseres Verhältnis von Omega-3- und-6-Fettsäuren im Blut von Kindern mit acht Jahren einige Jahre später das Risiko für allergische Krankheiten verringern kann. Diese Ergebnisse unterstützen die Empfehlungen, zwei- oder dreimal pro Woche Fisch zu essen und dabei zwischen fettreicheren und mageren Sorten zu variieren.

 

Unser Tipp: Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren können auch mit Nahrungsergänzungen aus Fisch- und Pflanzenölen aufgenommen werden. Sie werden einzeln, aber auch zusammen in einem guten Verhältnis angeboten, auf eine hohe Qualität sollte geachtet werden.

 

Quelle:
Jessica Magnussen et al., Polyunsaturated fatty acids in plasma at 8 years and subsequent allergy disease. In: The Journal of Allergy and Clinical Immunology, Online-Veröffentlichung vom 5.12.2017, doi: 10.1016/j.jaci.2017.09.023.


Wer regelmäßig Nüsse isst, hat ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Das zeigt die bisher größte durchgeführte Studie zur Beziehung zwischen dem Verzehr von Nüssen und der Herzgesundheit.

 

Wer regelmäßig Nüsse isst, hat ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Das zeigt die bisher größte durchgeführte Studie zur Beziehung zwischen dem Verzehr von Nüssen und der Herzgesundheit.

 

Zu einer gesunden Ernährung gehört auch der regelmäßige Verzehr von Nüssen. Sie enthalten reichlich einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, was sich günstig auf die Cholesterinspiegel auswirken kann. Einige Nüsse enthalten z.B. die gesunden Omega-3-Fettsäuren, die günstig auf viele Körperfunktionen wirken, darunter auch das Herz- und Kreislaufsystem. Enthalten sind weiter Ballaststoffe und pflanzliche Sterine (Lipoide), die ebenfalls zu gesünderen Cholesterinwerten beitragen können. Vitamin E und die Aminosäure Arginin schützen zusätzlich die Blutgefäße. Durch ihren hohen Fettgehalt (rund 80 %) haben Nüsse recht viele Kalorien (z.B. Walnüsse 650 Kalorien pro 100 g), sie sollten daher in kleineren Portionen verzehrt werden.

 

Bisher wurden in Studien oft Nussmischungen untersucht. Eine US-amerikanische Forschergruppe prüfte nun die Wirkungen einzelner Nussarten in Bezug auf die Herz-Kreislauf-Krankheiten. Dazu gehörten Erdnüsse und Erdnussbutter, Walnüsse und andere Baumnüsse. Obwohl Erdnüsse zu den Hülsenfrüchten gehören, wurden sie in die Studie einbezogen, da ihre Fettsäuren- und Nährstoff-Profile denen von Nüssen ähnlich sind. Die Forscher werteten die Daten von 210.000 Frauen und Männern aus, die viele Jahre an drei großen US-amerikanischen Bevölkerungsstudien teilgenommen hatten, an der Nurses´ Health Study I (1980 bis 2012) und II (1991 bis 2013) sowie an der Health Professionals Follow-up Study (1986 bis 2012). Die Beobachtungszeit der Teilnehmer reichte bis zu 32 Jahren. Alle zwei Jahre wurden der Gesundheitszustand der Teilnehmer und wichtige Merkmale ihres Lebensstils und der Ernährung geprüft. Verzeichnet wurde das Auftreten von kardiovaskulären Krankheiten, Herzinfarkten, Schlaganfällen und der koronaren Herzkrankheiten. Im Lauf der Studien traten insgesamt 14.136 Fälle von kardiovaskulären Krankheiten in diesen großen Teilnehmergruppen auf.

 

Die Auswertung zeigte eine positive Wirkung zwischen der Gesamtaufnahme von Nüssen und kardiovaskulären sowie koronaren Herzkrankheiten im Vergleich zu Teilnehmern, die keine Nüsse aßen. Eine Portion Nüsse war mit 28 Gramm definiert. Differenzierten die Forscher die Daten nach einzelnen Sorten, dann zeigten sich beim Verzehr von Walnüssen − ein- oder mehrmals pro Woche − ein um 19 % geringeres Risiko für die kardiovaskulären und um 21 % weniger Risiko für die koronaren Herzkrankheiten. Teilnehmer, die Erdnüsse oder Baumnüsse zwei oder mehrmals pro Woche aßen, konnten ihr Risiko für diese Krankheiten um 13 bzw. 15 % senken, bei den koronaren Herzkrankheiten sank es um 15 bzw. 23 %. Teilnehmer, die fünf oder mehr Portionen Nüsse wöchentlich aßen, hatten ein um 14 % geringeres Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten, um 20 % sank ihr Risiko für koronare Herzkrankheiten.

 

Dies galt jeweils im Vergleich zu Teilnehmern, die generell nur wenig oder nie Nüsse verzehrten. Die Ergebnisse blieben konstant, wenn sie für bestimmte Sorten von Nüssen einzeln bestimmt wurden, für Baumnüsse, Erdnüsse und Walnüsse. Bei allen Sorten zusammen wirkte sich der Nussverzehr nicht auf Schlaganfälle aus. Der regelmäßige Verzehr von Erdnüssen und Walnüssen konnte jedoch das Risiko für Schlaganfälle verringern.

 

Die Ergebnisse unterstützen die Empfehlungen, verschiedene Sorten von Nüssen regelmäßig − wenn auch wegen der hohen Kalorien in geeigneten Maßen − in eine gesunde Ernährung einzubeziehen. Dies trägt dazu bei, die Risiken chronischer Krankheiten allgemein zu verringern. Nüsse sollten nach Möglichkeit roh, ungeschält und nicht weiter verarbeitet (ungesalzen, ohne Öl geröstet) verzehrt werden. Sie können leicht in die Ernährung einbezogen werden, fördern die Gesundheit und schützen besonders das Herz-Kreislauf-System.

 

Quelle:
Maria Guasch-Ferré et al., Nut Consumption and Risk of Cardiovascular Disease. In: Journal of the American College of Cardiology, Online-Veröffentlichung vom 13.11.2017, doi: 10.1016/j.acc.2017.09.035.


Mikro-Nährstoffe beeinflussen das Brustkrebsrisiko

 

Eine gesunde Ernährung, die mit reichlich Mikro-Nährstoffen versorgt, kann dazu beitragen, das Risiko für den Brustkrebs zu verringern.

 

Brustkrebs ist die bei Frauen am häufigsten vorkommende Krebskrankheit. Zu den Risikofaktoren gehören neben genetischen Faktoren z.B. das Rauchen und der Alkoholkonsum, eine zu geringe Körperaktivität sowie die Ernährung. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und der grüne Tee können mit reichlich gesunden Mikro-Nährstoffen versorgen, von denen viele antioxidativ wirken und so zum Schutz vor Brustkrebs beitragen können. Eine Gruppe iranischer Forscher prüfte in einer Studie, ob und wie sich eine gesunde Ernährung auf das Brustkrebsrisiko auswirkt. Sie nutzten dazu einen Index, mit dem sich die Ernährungs-Qualität bewerten lässt. Dabei wird der Verzehr von Lebensmitteln sowohl quantitativ als auch qualitativ erfasst. Damit können sowohl die Nährstoffe einzelner Lebensmittel als auch ganzer Mahlzeiten und Ernährungsweisen bestimmt werden.

 

In die Studie waren 145 Frauen einbezogen, bei denen in einem Universitätszentrum bis zu maximal drei Monate zuvor die Diagnose Brustkrebs gestellt wurde. Sie wurden mit 148 gesunden Frauen in einer Kontrollgruppe verglichen. Alle Teilnehmerinnen ernährten sich normal und machten keine restriktiven Diäten. Die Frauen waren im Durchschnitt 49 Jahre alt, kamen aber aus allen Altersgruppen (von 20 bis zu 80 Jahren) und hatten im Durchschnitt einen Body Mass Index von 27, also ein leicht erhöhtes Übergewicht. Sie gaben Auskunft über ihren Lebensstil (Körperaktivität, Rauchen etc.) und nahmen an einer ausführlichen Ernährungsbefragung teil. Dabei berichteten sie, wie häufig sie diverse Lebensmittel aßen. Die Forscher berechneten daraus ihre tägliche Energiemenge und die Aufnahme von Makro- ebenso wie von Mikro-Nährstoffen

 

Frauen, die sich gesünder ernährten, hatten ein geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Das galt im Vergleich zu Frauen, deren Ernährung fettreicher war und z.B. mehr Lammfleisch enthielt. Bei gesunder Ernährung waren die Frauen vor allem gut mit Vitamin A, Beta-Carotin, Vitamin C und Folat versorgt, und sie bevorzugten fettreduzierte Milch. Die Forscher vermuten, dass vor allem die Vitamine A und C sowie die B-Vitamine B1, B2, B12 und das Spurenelement Selen bei guter Versorgung dazu beitragen, das Brustkrebsrisiko zu senken.

 

Die Forscher ziehen das Fazit, dass Frauen mit Brustkrebs oft weniger Mikro-Nährstoffe aufnehmen. Das gilt besonders für die Vitamine A und E, die B-Vitamine sowie die Mineralstoffe und Spurenelemente Selen, Magnesium und Zink, außerdem auch für die Ballaststoffe. Sie empfehlen, mehr Lebensmittel zu essen, die reich an diesen Nährstoffen sind. Das gilt z.B. für Obst, Gemüse, fettarme Milchprodukte und proteinreiche Lebensmittel, besonders für Fisch. Geachtet werden sollte auch auf die geringere Aufnahmen von (verarbeiten) Fetten. Die gesündere Ernährung könnte ein guter Weg sein, um das Risiko für Brustkrebs zu senken.

 

Unser Tipp: Neben einer gesunden Ernährung können Nahrungsergänzungen mit guter Qualität zur guten Versorgung mit antioxidativ wirkenden Mikro-Nährstoffen beitragen und den „Lücken“ in der Versorgung vorbeugen.

 

Quelle:
Farhad Vahid et al., The association between the Index of Nutritional Quality (INQ) and great cancer and the evaluation of nutrient intake of breast cancer patients: A case-control study. In: Nutrition, Online-Veröffentlichung vom 6.7.2017, doi: 10.1016/j.nut.2017.06.011.


Probiotika − günstig bei Typ 2 Diabetes

 

Die Auswertung von mehreren Studien zeigt, dass Probiotika auf einige der Risikofaktoren, die mit dem Typ 2 Diabetes verbunden sind, positiv einwirken.

 

Die Vorkommen von Diabetes sind in den letzten Jahren weltweit angestiegen, er gehört zu den häufigsten Stoffwechsel-Krankheiten. Daran hat der Typ 2, der im Lauf des Lebens erworben wird, mit rund 90 % einen sehr hohen Anteil. Früher als Altersdiabetes bezeichnet, tritt der Typ 2 Diabetes heute auch schon in jüngeren Jahren häufiger auf. Beim Diabetes sind die Funktionen des Zuckerstoffwechsels gestört, das kann viele verschiedene Symptome nach sich ziehen. Zu den auslösenden Faktoren gehören neben genetischen Bedingungen auch eine zu fettreiche Ernährung, Übergewicht und fehlende körperliche Bewegung. Viele dieser Lebensstil-Faktoren sind durch ein verändertes Verhalten vermeidbar bzw. zu beeinflussen. Dabei spielen vermutlich auch Probiotika, die gesunden Darmbakterien, eine Rolle.

 

Sie haben neben ihren guten Wirkungen auf die Darmflora auch einen Einfluss auf den Fettstoffwechsel, tragen zur Vorbeugung von starkem Übergewicht bei, fördern den gesunden Blutdruck und allgemein das Herz-Kreislauf-System. Es gibt Hinweise, dass Probiotika auch auf einige Faktoren einwirken, die beim Diabetes Typ 2 eine Rolle spielen, das betrifft vor allem die Blutzucker- und Insulinwerte. Eine Gruppe chinesischer Forscher führte daher zur Beziehung von Probiotika und dem Typ 2 Diabetes eine umfassende Literaturrecherche in den einschlägigen Datenbanken durch.

 

Die Forscher konnten schließlich 18 randomisierte, mit einem Placebo kontrollierte Studien auswerten, die bis Mitte 2016 veröffentlicht waren. Daran hatten 1.056 Diabetiker teilgenommen, sie hatten teilweise auch Symptome des metabolischen Syndroms oder schlechte Blutfett-Profile. Die Hälfte der Teilnehmer nahm Probiotika ein, die andere Hälfte nicht. Bei allen Teilnehmern wurden die Insulinspiegel, Glukosewerte und das glykierte (mit Zuckerresten verknüpfte) Hämoglobin (HbA1c) bestimmt. Mit dem HbA1c-Wert kann die längerfristige Einstellung des Stoffwechsels beurteilt werden, daher wird er auch als Gedächtnis des Blutzuckers bezeichnet. Die Forscher verglichen jeweils die Ergebnisse der Probiotika- mit denen der Kontrollgruppen.

 

Es zeigten sich statistisch signifikante Unterschiede bei allen drei Werten, die sich in der Probiotikagruppe deutlich verbessert hatten. Bei der Analyse von Untergruppen zeigte sich weiter, dass die Wirkung von Probiotika auf die Blutzucker- und Insulinwerte nur bei den Typ 2 Diabetikern auftrat. Bei anderen Diabetesformen zeigten sich auf die Insulin- und glykierten Hämoglobinwerte keine klaren Wirkungen. Bei diesen Diabetikern war aber im Vergleich zu den Kontrollgruppen die Senkung des LDL-Cholesterins signifikant größer (im Durchschnitt -29 %).

 

Die Forscher sind noch vorsichtig in einer grundlegenden Bewertung dieser Ergebnisse, weil die Studien in ihrer Struktur zum Teil recht heterogen waren. Sie vermuten aber, dass die Aufnahmen von gesunden Probiotika bei Diabetes dazu beitragen können, die Werte des Blutzuckers, Insulins und glykierten Hämoglobins (HbA1c) zu senken. Davon könnten vor allem die Typ 2 Diabetiker profitieren.

 

Unser Tipp: Probiotika werden kombiniert mit verschiedenen Stämmen und Dosierungen angeboten. Besonders bewährt haben sich Bifidobakterien und Lactobazillen. Auf eine gute Qualität in der Herstellung, Stabilität und Dosierung sollte geachtet werden.

 

Quelle:
Xia Wang et al., Multiple effects of probiotics on different types of diabetes: a systematic review and meta-analysis of randomised, placebo-controlled trials. In: Journal of Pediatric Endocrinology and Metabolism, 2017 30, S. 611-622, doi: 10.1515/jpem-2016-0230.


Mehr Vitamin K könnte das Herz von Jugendlichen schützen

 

Bei Jugendlichen, die nur wenig Vitamin K1 mit ihrer Ernährung aufnahmen, erhöhte sich das Risiko für eine ungesunde Vergrößerung der linken Herzkammer.

 

In einigen großen Bevölkerungsstudien zeigten sich Verbindungen zwischen einer guten Versorgung mit Vitamin K1 (Phyllochinon) und Cholesterinwerten sowie geringeren Lipidwerten im Blut, was mit gesünderen Herzfunktionen verbunden wird. Das essentielle, fettlösliche Vitamin K wird u.a. für gesunde Knochen und die Blutgerinnung benötigt. Es gibt zunehmend Nachweise, dass Vitamin K auch die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems beeinflusst. Eine gute Versorgung kann dazu beitragen, den Kalzium-Ablagerungen in den Wänden der Blutgefäße vorzubeugen. Vitamin K1 ist jedoch nur relativ kurzzeitig, d. h. über sechs Stunden lang, aktiv, nachdem es mit der Nahrung aufgenommen wurde, was die gute Versorgung eventuell beeinträchtigen kann.

 

Jetzt untersuchte eine Forschergruppe der Augusta University (Georgia, USA) erstmals den Einfluss von Vitamin K auf die Herzgesundheit von Jugendlichen. An der Studie nahmen 766 gesunde Teenager im Alter von 14 bis zu 18 Jahren teil. Bei allen wurde die Versorgung mit Vitamin K1 (Phyllochinon) aus der Ernährung untersucht, es ist besonders reichlich z.B. in Spinat, Kohl, Salat und Olivenöl enthalten. Die Teilnehmer trugen sieben Tage lang Aktivitäts-Monitore und berichteten wiederholt genauestens darüber, was sie gegessen hatten. Von allen lagen schließlich für wenigstens sechs Tage Aufzeichnungen über die Ernährung vor. Die Auswertungen dieser Daten zeigte, dass nur ein Viertel der Jugendlichen eine angemessene Versorgung mit Vitamin K1 erreicht hatte.

 

Mit einem Echokardiogramm wurde bei allen Teilnehmern außerdem die linke Herzkammer untersucht, die das Blut durch den gesamten Körper pumpt. Hier zeigte sich eine deutliche Beziehung zur Versorgung mit Vitamin K1. Bei Teilnehmern, die am wenigsten K1 aufgenommen hatten, fanden die Mediziner häufiger eine ungesunde Entwicklung der linken Herzkammer. Sie war einschließlich der Kammerwände vergrößert (Linksherzhypertrophie), und die Blutmenge, die vom Herz ausgestoßen wurde, war signifikant geringer. Im Vergleich zu Jugendlichen, die genügend Vitamin K1 aufgenommen hatten, war das Risiko für solche Veränderungen der linken Herzkammer bei geringer Versorgung um das 3,3-fache erhöht. Dies war unabhängig von anderen möglichen Einflussfaktoren, z.B. von Geschlecht, Körperbau, -aktivität und Blutdruck.

 

Vergrößerungen der linken Herzkammer werden ansonsten bei Erwachsenen beobachtet, deren Herz z.B. durch einen anhaltend hohen Blutdruck stark belastet und dadurch in seinen Funktionen gestört wird. Für die Forscher zeigte sich hier erstmals die Verbindung zwischen Vitamin K und der Herzstruktur bzw. den Herzfunktionen bei jungen Menschen. Durch eine bessere Versorgung mit Vitamin K könnten sich solche Veränderungen der linken Herzkammer bei Jugendlichen möglicherweise vermeiden lassen. Das könnte langfristig die Gesundheit des Herzens fördern und die Risiken für Herzerkrankungen senken.

 

Unser Tipp: Vitamin K wird häufig als Vitamin K2 angeboten, oder auch in einer ausgewogenen und synergistischen Kombination von K1 und K2.

 

Quelle:
Mary K. Douthit et al., Phylloquinone Intake Is Associated with Cardiac Structure and Funktion in Adolescents. In: The Journal of Nutrition, Online-Veröffentlichung vom 7.7.2017, doi: 10.3945/jn.117-253666.